Beeindruckt hat mich von Anfang an, dass „alles da sein durfte.“ Ich kam nämlich aufgrund eines anderen wichtigen Termins gleich zum ersten MBSR-Termin zu spät. Ich hatte Manuela vorab informiert. Die Art und Weise, wie sie mit dieser kleinen Episode umging, war wegweisend für die gesamten acht Wochen. Im Kurs wird nicht versucht „etwas wegzumachen“ oder zu verändern oder mit positiven Glaubenssätzen zu überschreiben. Diese Wochen waren für mich geprägt vom Versuch mich meinem Innenleben immer wieder zuzuwenden. Und dabei wurde ich auf eine wunderbare Weise geleitet und unterstützt.

Manuela ist klar und deutlich bei der Vermittlung der Kursinhalte und der zu übenden Praxis. Dennoch bleibt Raum für alles, was eine Gruppe von Menschen so mit sich bringt. Die Geduld und die Fürsorge, mit der sie uns durch diese Zeit geführt hat, haben mich tief berührt. Wenn nach einem Termin jemand von uns eine Frage hatte oder bei der Praxis zu Hause Probleme aufgetaucht waren, hat sie sich immer Zeit für den einzelnen Menschen genommen. Das finde ich besonders bemerkenswert, weil die Kursinhalte doch sehr durchstrukturiert sind und Manuela bestimmt schon unzählige MBSR-Kurse angeleitet hat in ihrem Leben. Trotzdem ist es ihr gelungen, uns diese Inhalte so warmherzig und empathisch zu vermitteln, als wären wir die einzigen Menschen auf der Welt, die jemals einen MBSR-Achtsamkeitskurs absolvieren.

Ich habe diesen Kurs in einer privat und beruflich sehr turbulenten Zeit absolviert. Die Mischung aus eigener Praxis und den wöchentlichen Treffen in der Gruppe bei und mit Manuela haben mir in dieser Zeit viel Kraft und Halt gegeben. Nun ist der Kurs vorbei und die Praxis möchte zu Hause weitergeführt werden. Allein das Wissen darum, dass es diesen Ort in Rostock gibt und dass nach uns noch viele andere Gruppen folgen werden, ist für die Praxis zu Hause unterstützend. Mir bleibt Manuelas mantraartiger Satz im Ohr: „Vertraue auf die Praxis.“

Teilnehmerin am Kurs ab 12.10.2021