MBSR Erfahrungen
Erstaunt: Achtsamkeit bei chronischen Schmerzen
- Barbara Hoffmann, MBSR Kurs in Unna 2025 -
Ich habe am MBSR Kurs teilgenommen, weil ich seit mehr als 20 Jahren unter chronischen Schmerzen leide. Gern möchte ich erzählen, was ich erlebt habe und vielleicht ein bißchen dazu beitragen, dass andere in diesem Kurs ähnliche Erfahrungen machen können.
Schon zu Beginn des Achtsamkeitstrainings bemerkte ich, dass sich etwas Grundlegendes änderte: Meine chronischen Schmerzen und zunehmenden Beschwerden und Einschränkungen standen in meiner Wahrnehmung nicht mehr an erster Stelle, ebenso wie meine ständigen Sorgen, wie mein Leben weitergehen könnte.
Es entwickelte sich ein neues Körpergefühl und durch die Atemübungen und Körperreisen fühlte ich mich in meinem Körper mehr und mehr „zu Hause“. Ich wurde ruhiger und ausgeglichener und war besserer Stimmung.
Auch die einfachen Yogaübungen, von denen ich nicht gedacht hatte, dass ich sie ausführen könnte, trugen dazu bei: „Es ist viel mehr möglich, als ich denke, dass es für mich möglich ist!“ ging mir durch den Kopf. Eine kleine Revolution.
Dabei war von Anfang an klar, dass es nicht um Können, Leistung oder Wettbewerb geht, sondern dass jede/jeder die Übungen so ausführt, wie es ihr/ihm möglich ist.
Nie habe ich mich eingeschränkt, unfähig oder alt gefühlt (Ich war mit meinen 70 Jahren ganz offensichtlich und mit großem Abstand die Älteste in der Gruppe!). Ich habe mich in der Gruppe sehr wohl, respektiert und angenommen gefühlt.
Das lag sicherlich an Manuelas Leitung. Sie hat uns ausgesprochen freundlich, offen, warmherzig, humorvoll, kompetent, überzeugend und ruhig angeleitet und war jeder/jedem Einzelnen verständnisvoll zugewandt.
In dem großen, schönen Raum mit warmer Atmosphäre, in dem wir praktizierten, konnte ich gut zur Ruhe und in Berührung mit mir selbst kommen. Und die Adresse „Am Pfauenufer“ hat ihren eigenen Reiz.
Ja, dieses Zusammensein am Pfauenufer war etwas ganz Besonderes für mich. An diesem Ort und in diesem Raum zusammen mit Manuela und den anderen entstand eine besondere Energie, die mich hat denken und sagen lassen (und natürlich auch empfinden lassen), was anderswo und ohne diese Gruppe von Menschen nicht möglich gewesen wäre. Darüberhinaus haben sich neben allem anderen Vorgänge entwickelt, die sich mit Sprache gar nicht fassen lassen, die sich aber durch Veränderungen an der „Oberfläche“ zeigen …
„Gefallen“ hat es mir, … sehr sogar. „Staunen“ passt aber noch besser.


